Neues DVL-Projekt in Sachsen: „Wildes säen – Vielfalt ernten: Regiosaatgut für Sachsen“

16.02.2022

An die erfolgreiche DiverGen-Projektreihe (2014 – 2022) des DVL in Sachsen schließt seit Februar 2022 das Projekt „Wildes säen – Vielfalt ernten: Regiosaatgut für Sachsen“ an.

Das seitens des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) geförderte Projekt mit einer Laufzeit von einem Jahr (02/2022 – 01/2023) möchte einen Beitrag zur weiteren Etablierung und Verstetigung von regionalen Erzeugerstrukturen der Regiosaatgutproduktion in Sachsen leisten, um zukünftig eine Verbesserung der Verfügbarkeit von gebietseigenem Saatgut für den Einsatz in Sachsen zu bewirken.

Seit dem Inkrafttreten des § 40 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) im Jahr 2020, durch den der Einsatz von gebietseigenem Saat- und Pflanzgut bei Begrünungen in der freien Natur zum Regelfall wurde, steigt der Bedarf an Regiosaatgut für Begrünungen in der freien Natur stetig an. Die Bemühungen im Rahmen der Projektreihe „DiverGen“ haben dazu beigetragen, dass in Sachsen bereits auf ca. 120 ha gebietseigene Gräser und Kräuterarten vermehrt werden. Dennoch kann die derzeitige Regiosaatgutproduktion nach wie vor den steigenden Bedarf weder mengenmäßig noch in Hinblick auf den naturschutzfachlich wünschenswerten Artenreichtum decken.

Mit dem neuen Projekt „Wildes säen – Vielfalt ernten: Regiosaat für Sachsen“ sollen deshalb neue sächsische Vermehrungsbetriebe sowie bestehende Betriebe angesprochen und insbesondere bei der Basissaatgutsammlung unterstützt werden. Gleichzeitig soll der sehr spezielle Produktionszweig „Regiosaatgutvermehrung“ sachsenweit in Landwirtschaft und Gartenbau bekannter gemacht werden.

Das Vorhaben „Wildes säen – Vielfalt ernten: Regiosaatgut für Sachsen“ hat folgende Arbeitsschwerpunkte:

  • Stärkung des ersten Produktionsschritts der Wildpflanzenvermehrung, der Basissaatgutsammlung, durch Qualifizierungsangebote und Vernetzung der Akteure (in Kooperation mit dem Umweltzentrum Dresden)

  • Erarbeitung einer Handreichung zur Produktion von Regiosaatgut, als Einstiegslektüre für interessierte Betriebe

  • Maßnahmen zur Vernetzung und Information rund um das Thema „Regiosaatgutvermehrung in Sachsen“

Kontaktstelle ist weiterhin das DVL-Projektbüro in Dresden.

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