Gebietseigene Gehölze

In Deutschland gibt es sechs Herkunftsgebiete von Gehölzen. Stammen z.B. Wildsträucher aus natürlichen (und daraus weiter vermehrten) Beständen des Herkunftsgebietes 3 „Südostdeutsches Hügel- und Bergland“, und werden diese im selben Gebiet, z.B. bei der Bepflanzung einer Straßenböschung, eingesetzt, spricht man von „gebietseigener Verwendung“.

Ein Herkunftsgebiet bezeichnet eine geografische Region, innerhalb derer das Erbgut der dort heimischen Wildpflanzen je Art nach derzeitigem Kenntnisstand identisch ist.

Gehölzanpflanzungen gehören zu den wichtigsten Maßnahmen der Landschaftsgestaltung, des Biotopverbundes und der Ingenieurbiologie. Außerhalb des Forstes, der landwirtschaftlichen Nutzflächen, und außerhalb menschlicher Siedlungen, also in der „freien Natur“, sind per Gesetz gebietseigene Bäume und Sträucher zu verwenden. Um ein entsprechendes Angebot bis spätestens 2020 zur Verfügung stellen zu können, bemüht sich der DVL um die Etablierung dieses regionalen Wirtschaftszweiges in Sachsen, inklusive einer lückenlosen Zertifizierung.

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