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Erntebestände gebietseigener Gehölze

Für die Produktion von gebietseigenen Gehölzen wird Vermehrungsgut von natürlichen, vom Freistaat Sachsen anerkannten gebietseigenen Gehölzbeständen gesammelt, angezogen und verschult.

Dazu wurden in Sachsen in den vergangenen Jahren Ausgangsbestände kartiert, naturschutzfachlich sowie in Hinblick auf ihre "Gebietseigenheit" geprüft und in ein Verzeichnis gebietseigener Gehölze Sachsens aufgenommen. Dieses Verzeichnis wird vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), Abteilung 6 verwaltet. ProduzentInnen, die in Sachsen gebietseigenes Vermehrungsgut sammeln möchten, wenden sich bitte dorthin.

Die Anzahl der in Sachsen noch vorkommenden gebietseigenen Gehölzbestände ist jedoch zunehmend durch Vergreisung, Trockenheit, Isolation von anderen gebietseigenen Beständen oder auch direkte Beseitigung bedroht. Zudem ist ihre Beerntung zum Teil mit großem Aufwand verbunden. Manche Bestände liegen in Schutzgebieten, in denen Störungen und Eingriffe untersagt sind. Nicht selten sind die Bestände weit verstreut, so dass lange Strecken zurückgelegt werden müssen, um ausreichend Saatgut zu sammeln. Die Beerntung setzt zudem nicht nur eine Genehmigung der Naturschutzbehörden voraus, sondern auch die Zustimmung der FlächeneigentümerInnen.

In Absprache mit dem Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (SMEKUL) empfiehlt der DVL daher den gezielten Aufbau von Erhaltungs- und Vermehrungsanlagen wie Hecken und Plantagen. Damit können die gebietseigenen Gehölzarten im Freistaat Sachsen langfristig erhalten und vitale Ausgangsbestände zur Gewinnung von Vermehrungsgut für die Gehölzanzucht bereitgestellt werden. Solche Erhaltungs- und Vermehrungsanlagen können auf Antrag beim LfULG ebenfalls in das Verzeichnis gebietseigener Gehölze Sachsens aufgenommen werden. Voraussetzung für die Aufnahme ist die Einhaltung der Fachlichen Kriterien für die Anlage von Vermehrungshecken als künftige Erntebestände zur Gewinnung gebietseigenen Saat- und Pflanzgutes in Sachsen, die vom SMEKUL und dem LfULG im Juli 2020 festgelegt wurden. VorhabensträgerInnen, die eine Vermehrungsanlage gebietseigener Gehölze etablieren möchten, sollten sich frühzeitig – bereits in der Planungsphase – an das LfULG, Abteilung 6 wenden.

Mit dem Ziel der Anlage von Vermehrungshecken hat der DVL e.V. bereits 2016 und 2017 im Rahmen des Projektes „DiverGen – Phase II“ ausgewählte natürliche Gehölzbestände beernten und Jungpflanzen anziehen lassen. Im aktuellen Projekt „DiverGenPlus“ werden 2019 und 2020 weitere Beerntungen durchgeführt. In Kooperation mit verschiedenen FlächeneigentümerInnen erfolgt seit 2018 sukzessive die Auspflanzung der herangezogenen Gehölze. Die bereits angelegten Hecken befinden sich derzeit in der Prüfung für die Aufnahme in das Verzeichnis gebietseigener Gehölze Sachsens.

Viele Naturbestände gebietseigener Gehölze liegen vereinzelt und isoliert inmitten agrarisch genutzter Landschaften.
Überalterung bedroht viele der wertvollen Erntebestände.
Von der Pflanzung bis zur ersten Beerntung einer Vermehrungshecke vergehen etwa 4-5 Jahre.
Wertvolles Gut: Früchte gebietseigener Gehölze aus Sachsen
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