Zertifizierung

Wenn Sie Gehölze, die in der sächsischen Artenliste für gebietseigene Gehölze aufgeführt sind, in der freien Natur ausbringen möchten, so müssen Sie die gebietseigene Herkunft über ein entsprechendes Zertifikat oder einen Herkunftsnachweis gemäß Forstvermehrungsgutgesetz nachweisen können.

Für Forstbaumarten, die dem Forstvermehrungsgutgesetz unterliegen, wird die gebietseigene Herkunft über das sogenannte forstliche Stammzertifikat nachgewiesen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Für Gehölzarten, die nicht dem Forstvermehrungsgutgesetz unterliegen, existieren derzeit in Deutschland mehrere privatwirtschaftlich getragene Qualitätsprogramme (Zertifikate) für gebietseigene Gehölze:

Um die verschiedenen Zertifizierungssysteme besser vergleichen zu können und Mindeststandards für die Zertifizierung zu definieren, hat das Bundesumweltministerium im Juni 2019 das "Fachmodul gebietseigene Gehölze" veröffentlicht. Seitdem besteht die Möglichkeit der Akkreditierung der verschiedenen Zertifizierungsstellen bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS). Anfang 2021 haben zwei Unternehmen die Akkreditierung für das Fachmodul „Gebietseigene Gehölze“ von der DAkkS verliehen bekommen: die SGS - International Certification Services GmbH und die Zertifizierung Bau GmbH. Damit können sich ab sofort Betriebe und Unternehmen, die in der Produktion oder dem Handel von gebietseigenen Gehölzen tätig sind, entsprechend des Fachmoduls zertifizieren lassen. Wir informieren Sie an dieser Stelle über die aktuellen Entwicklungen.

ACHTUNG!

In Sachsen werden derzeit im Rahmen der Förderung folgende Zertifikate anerkannt (SMEKUL 2020):

  • "VWW-Regiogehölze®"
  • "pro-agro zertifiziertes gebietsheimisches Gehölz"
  • das Qualitätsprogramm der Erzeugergemeinschaft autochthoner Baumschulerzeugnisse (eab) Süddeutschland
  • Zertifikate mit DAkkS-Akkreditierung entsprechend dem Fachmodul "gebietseigene Gehölze"
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