Gebietseigenes Saatgut

In Deutschland gibt es 22 Herkunftsgebiete von Gräsern und Kräutern. Ein Herkunftsgebiet bezeichnet eine geografische Region, innerhalb derer das Erbgut der dort heimischen Wildpflanzen je Art nach derzeitigem Kenntnisstand identisch ist.

Stammen Grassamen aus natürlichen (und daraus weiter vermehrten) Beständen z.B. des Ursprungsgebietes 20 (Sächsisches Löss-Hügelland) und werden diese im selben Gebiet z.B. bei der Begrünung einer Straßenböschung angesät, spricht man von „gebietseigener Verwendung“.

Für die Ansaat von allgemein weitverbreiteten Gräsern und Kräutern in der freien Natur soll nach Möglichkeit gebietseigenes, herkunftsgesichertes Saatgut verwendet werden. Ab 2020 schreibt das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) die Verwendung solcher „Regiosaaten“ zwingend vor. Um ein entsprechendes Angebot in Sachsen zur Verfügung stellen zu können, bemüht sich der DVL um die Etablierung dieses regionalen Wirtschaftszweiges, inklusive einer lückenlosen Zertifizierung.

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