Herkunftskulisse

Im Rahmen eines Fachprojekts der Universität Hannover wurden 2010 für Deutschland 22 Regionen zur Identifizierung und Produktion gebietseigener Gräser und Kräuter mit weiter Verbreitung in den entsprechenden Regionen erarbeitet. Diese fanden 2011 als sogenannte Ursprungsgebiete Eingang in die Erhaltungsmischungsverordnung, die das Inverkehrbringen von Saatgut von Erhaltungsmischungen regelt.

Die oft mehrere Ursprungsgebiete umfassenden Produktionsräume kennzeichnen den geographischen Raum, in welchem die Vermehrungsflächen zur Erzeugung von Regiosaatgut dieser Ursprungsgebiete liegen dürfen.

Weiße Linien: Abgrenzung der 22 Ursprungsgebiete; schwarze Linien: Abgrenzung der Bundesländer. Gleichfarbig ausgefüllte Flächen mit Nummerierung 1-8: Produktionsräume (verändert nach Prasse, R., Kunzmann, D., Schröder, R. (2012): „Entwicklung und praktische Umsetzung naturschutzfachlicher Mindestanforderungen an einen Herkunftsnachweis für gebietseigenes Wildpflanzensaatgut krautiger Pflanzen“, Abschlussbericht DBU-Projekt Az. 23931)


Sachsen hat Anteil an fünf Ursprungsgebieten und drei Produktionsräumen (hier nicht dargestellt) für Regiosaatgut (DVL e.V.)

Die genauen Grenzen sind derzeit über folgenden Web-Kartendienst einsehbar: Kartendienst der Leibnitz Universität Hannover. Zukünftig wird das Bundesamt für Naturschutz (BfN) die räumliche Abgrenzung der Ursprungsgebiete und der Produktionsräume in einem speziellen BfN-Kartendienst bereistellen.

 

 

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