Herkunftskulisse

Im Ergebnis eines Fachprojekts der Universität Hannover werden seit 2010 für Deutschland 22 Ursprungsgebiete zur Identifizierung und Produktion gebietseigener Gräser und Kräuter mit weiter Verbreitung in den entsprechenden Regionen empfohlen. Bis zum Jahr 2020 gilt dabei eine Kulisse von nur 16 Ursprungsgebieten, da einige Gebiete zum Aufbau von Produktionsstrukturen zunächst noch zusammengefasst wurden (Ursprungsgebiete 4+22, 6+21, 11+12, 13+14).

Die oft mehrere Ursprungsgebiete umfassenden Produktionsräume kennzeichnen den geographischen Raum, in welchem die Vermehrungsflächen zur Erzeugung von Regiosaatgut liegen dürfen. Ein Produktionsraum ist nicht gleichzusetzen mit einer Ursprungssregion und kann daher auch nicht zertifiziert werden.

 

Weiße Linien: Abgrenzung der 22 Ursprungsgebiete; schwarze Linien: Abgrenzung der Bundesländer. Gleichfarbig ausgefüllte Flächen mit Nummerierung 1-8: Produktionsräume (verändert nach Prasse, R., Kunzmann, D., Schröder, R. (2012): „Entwicklung und praktische Umsetzung naturschutzfachlicher Mindestanforderungen an einen Herkunftsnachweis für gebietseigenes Wildpflanzensaatgut krautiger Pflanzen“, Abschlussbericht DBU-Projekt Az. 23931)


Sachsen hat demzufolge Anteil an drei Produktionsräumen für Regiosaatgut gemäß § 40 Abs. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG):

 





Unter http://www.natur-im-vww.de/zertifikat und im Kartendienst von www.regionalisierte-pflanzenproduktion.de finden sich außerdem die Grenzen der so genannten Produktionsräume, in denen das wild gesammelte Ausgangs-Saatgut aus den Ursprungsgebieten vermehrt werden darf. In Sachsen sind Ursprungsgebiete und Produktionsräume für gebietseigenes Saatgut identisch.

Welche Arten „Regiosaatgut-Arten“ im jeweiligen Ursprungsgebiet sind, erfährt man ebenfalls über den Artenfilter der Internet-Seite www.regionalisierte-pflanzenproduktion.de

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